Unsere Kirchen

Zum Kath. Pfarrverband Puchheim gehören zwei Kirchen:
Die Pfarrkirche St. Josef in Puchheim-Bahnhof (Allinger Str. 3)
sowie die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Puchheim-Ort (Dorfstr. 4).

In den beiden Kirchen versammeln sich die Gläubigen der beiden Pfarrgemeinden zum Gottesdienst.
Derzeit gehören der Pfarrei St. Josef etwa 6600 Katholiken an, der Pfarrgemeinde Maria Himmelfahrt etwa 1100 Katholiken.

Zur Geschichte der Kirchen und ihrer Gemeinden finden Sie hier einige kurz gefasste Informationen:

Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Puchheim-Ort

 

Pfarrkirche St. Josef in Puchheim-Bahnhof

Der Grundstein der Kirche St. Josef wurde im Jahr 1965 gelegt, bereits im Jahr 1966 - also unmittelbar nach Abschluss des II. Vatikanischen Konzils - wurde die Kirche fertiggestellt und am 26. Juni 1966 geweiht.
Die Grundform, die ihr der Münchener Architekt G. Eisele gegeben hat, ist ein Kubus  mit quadratischer Grundfläche (30 x 30 m). Zu ihr gehört ein mächtiger Turm (29 m).
Die Kirche ist bewusst schlicht gehalten. Ihr Baumaterial entspricht dem Baustoff der Moderne: Beton. (Allein die Kassettendecke besteht aus 1200 t Beton.) Als besonderer Schmuck fällt einzig das bunte Fensterband auf (120 m).
Die Besonderheit der Kirche St. Josef ist nicht äußerer Aufwand, sondern die Verkörperung einer neuen Auffassung von dem, was Kirche und dementsprechend Gottesdienst bedeutet.
Beherrschend steht der Altar in der Mitte. Die um ihn versammelte Gemeinde erlebt sich im Gottesdienst als Gemeinschaft des Volkes Gottes. Dieses Volk hat seinen Ort in der Welt und ist in der Zeit unterwegs. Ihr Horizont, auf den sie zuschreitet, ist freilich die "neue Stadt", "das neue Jerusalem", symbolisiert besonders im Fensterband, das Bezug nimmt auf die Offenbarung des Johannes und ihre Verheißung: "Tod wird nicht mehr sein." (Offb 21,4)


Mit Recht kann die Kirche St. Josef eine "Konzilskirche" genannt werden. Bis heute prägt der Bau auch das Selbstverständnis der Gemeinde als einer dem Aufbruch des Konzils verpflichteten Gemeinde.
Zum Gotteshaus gehört konsequenterweise das baulich damit verbundene Gemeindehaus (Pfarrheim). Gemeinde ist auch, aber nicht nur Gottesdienstgemeinde.

Dass Puchheim-Bahnhof Ort eines modernen Kirchenbaus geworden ist, hat mit der relativ "jungen" Geschichte des Ortsteils zu tun, der sich seit dem Ende des 19. Jh in mehreren Schüben - der letzte war der Bauboom der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts - entwickelt hat.
Im Jahr 1926 entstand - als Filialkirche der Kirche in Puchheim-Ort - erstmals eine (Holz-) Kirche für die Bewohner von Puchheim-Bahnhof. Sie erhielt 1945 einen eigenen Seelsorger. Im Jahr 1963 wurde die ehemalige Filiale dann zur selbständigen Pfarrei erhoben.

Seit dem Jahr 2012 ist die Pfarrei St. Josef zugleich Sitz des Pfarrverbands Puchheim, den sie zusammen mit ihrer "Mutter-Pfarrei" Maria Himmelfahrt bildet.

Die heutige Pfarrkirche Maria Himmelfahrt wurde im Jahr 1928 errichtet, und zwar mit Mitteln der Puchheimer Bevölkerung. Sie ersetzte die Vorgängerkirche, die zu klein geworden war. Etliche Ausstattungselemente stammen noch aus der Vorgängerkirche, so der Taufstein und die Heiligenfiguren.

Die Kirche wurde - nach Renovierungen in den Jahren 1953 und 1976 - im Jahr 2002 einer gründlichen Innenrenovierung unterzogen und erhielt danach auch eine neue Orgel.

Viel älter ist als das Kirchenschiff ist der romanische Turm, der um das Jahr 1200 errichtet worden sein dürfte und damit der älteste Kirchturm im Landkreis ist. Die älteste Glocke aus dem Jahr 1487 wurde im Jahr 1855 neu gegossen und verrichtet noch heute ihren Dienst.

Turm und Ausstattungsgegenstände weisen auf die lange Geschichte der Pfarrei Maria Himmelfahrt in Puchheim hin. Erstmals ist in einer Freisinger Urkunde, die aus dem Zeitraum zwischen 948 und 957 datiert, Kirchenbesitz in Puchheim erwähnt. Die älteste Nennung der Pfarrei stammt aus dem Jahr 1315. Puchheim ist damit eine sog. "Urpfarrei". Von ihr aus wurden bis 1824 die Filialen Steinkirchen (heute Planegg) und Maria Eich betreut, danach das Benefizium Hoflach (bis 1925).
Die gotische Vorgängerkirche, die später barockisiert worden ist, dürfte zu Ende des 15. Jh. entstanden sein. Davor stand am gleichen Ort wohl eine romanische Kirche (zu der der Turm gehörte) und davor, so kann aus Analogien vermutet werden, eine Holzkirche.

Das neben der Kirche stehende Pfarrhaus, zu dem ursprünglich auch eine bedeutende Landwirtschaft gehörte, wurde im Jahr 1684 errichtet und ist damit das älteste erhaltene Gebäude in Puchheim.

Die Pfarrei Maria Himmelfahrt kann somit auf eine mehr als 1000jährige Geschichte zurück blicken.

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